Erzbischof Bruno

St. Pantaleon  -  Geschichten & Legenden

Bruno und seine Mutter Mathilde

Erzbischof Bruno

Brun von Köln

 

Die Geschichte der Kirche St. Pantaleon sowie des angrenzenden Klosters ist eng mit der Person des Erzbischofs Brun (Bruno) von Köln verbunden. Er war es, der das Kloster nach der Regel des heiligen Benedikt gründete und förderte. Dort wurde er auch nach seinem Willen bestattet.

 

Bruno wurde 925 als jüngster Sohn König Heinrichs I. und seiner Frau Mathilde geboren. Schon früh wurde er dem Bischof von Utrecht zur Ausbildung übergeben. Sein Bruder Otto I. holte ihn 939 zurück an den Königshof, wo seine Ausbildung fortgesetzt und abgeschlossen wurde. Von 940 bis 953 bekleidete er das Amt des Kanzlers am Hof seines Bruders.

 

953 wurde er zum Erzbischof von Köln gewählt. Noch im selben Jahr übernahm er das Herzogtum Lothringen und vereinigte so geistliche und weltliche Macht in seiner Person. Im Rahmen einer friedensstiftenden Mission, die ihn nach Reims geführt hatte, verstarb Bruno dort im Jahre 965.

 

Sein Biograf Ruotger berichtet in der vita Brunonis über den Leichenzug von Reims nach Köln. Der prachtvolle Zug machte vor den Toren der Stadt in der (damals noch kleinen) Apostelkirche Halt, wo man den Leichnam für kurze Zeit aufbahrte. Darauf wurde er in die Domkirche St. Peter überführt. Diese hätte nach dem Wunsch des Domklerus auch seine letzte Ruhestätte werden sollen. Schließlich aber folgte man dem Willen Brunos, überführte ihn nach St. Pantaleon und setzte ihn dort bei.

 

Der Sarkophag mit den sterblichen Überresten steht heute in der Krypta.

 

Nach den Plänen Brunos sollte ein Kranz von Kirchen und Klöstern den römischen Stadtkern umgeben. St. Pantaleon gehörte sicher zu den wichtigsten dieser Stätten

Das Kloster bestand bis zur Säkularisierung im frühen 19. Jahrhundert.

 

Neben dem Kloster St. Pantaleon gründete Bruno auch das Kloster Groß St. Martin und das Stift St. Andreas. Aus Rom brachte er die Petruskette und aus Metz den Petrusstab nach Köln. Zu dessen Ehren sorgte Bruno für die Erweiterung des Doms um je ein Seitenschiff. Seine Bedeutung für Köln kann nicht zuletzt durch seine Verbindung zum Königshaus (Bruder Otto I. und Neffe Otto II.) kaum überschätzt werden.

 

Öffnungszeiten

 

Mo.-Fr.: 09.00 -12.00 Uhr und 12.45 - 17.00 Uhr

Sa.: 9.00 - 17.00 Uhr

So.: 12.30 -17.00 Uhr

 

außer bei Sondergottesdiensten, Stunden religiöser Einkehr und Kirchenkonzerten.

 

Zu den Beichtzeiten

(Mo. - Fr. 10 - 12 Uhr)

sind große Führungen nicht möglich.

 

 

Am Pantaleonsberg 6,

50676 Köln

Tel.: (0)221 - 316655

Fax: (0)221 - 319130

mail: sankt.pantaleon@outlook.de

www.sankt-pantaleon.de