Projekte

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Schulprojekte

Für die Klassen 4 und 5 der allgemeinbildenden Schulen sind Unterrichtsprojekte zu ausgewählten romanischen Kirchen entwickelt und zum Teil bereits erfolgreich durchgeführt worden.

Hier finden Sie weitere Information zu dem Projekt.

 

 

Projekt abgeschlossen

Öffentliches Kolloquium des Fördervereins Romanische Kirchen Köln e.V. zu St. Maria im Kapitol

 

Freitag, 23. März und Samstag, 24. März 2007

Veranstaltungsort: Maternushaus und Dreikonchenchor von St. Maria im Kapitol

Vorbereitung und Leitung des Kolloquiums lagen in Händen von 

Frau Dr. Lucie Hagendorf-Nußbaum und

Herrn Prof. Dr. Norbert Nußbaum

 

 

Die Ergebnisse des Kolloquiums werden im Jahrbuch 2009 des Fördervereins veröffentlicht werden (erscheint im September 2010).

 

Projekt abgeschlossen

Neue Forschungen zur Geschichte, Baugeschichte und Ausstattung von St. Pantaleon in Köln

Wissenschaftliches Kolloquium

 

18. u. 19. November 2005

 

Der Förderverein Romanische Kirchen Köln e.V. hatte in den letzten Jahren schwerpunktmäßig Zuschüsse zu wissenschaftlichen Arbeiten für St. Pantaleon gegeben. So war für Dorothea Hochkirchen die fundierte Aufarbeitung des Lapidariums von St. Pantaleon die Grundlage u.a. für die Rekonstruktion der romanischen Chorschranke und Sven Schütte erforschte den Bau im Rahmen seiner Lehrtätigkeit am Institut für Ur- und Frühgeschichte der Universität zu Köln. Zusammen mit Studierenden hat er in längerfristigen Untersuchungen nicht nur die durchaus komplizierte Ausgrabungs- und Forschungsgeschichte aufgearbeitet, wofür er zum ersten Mal bisher unveröffentlichte Originaldokumentationen aus dem Amt des Stadtkonservators nutzen konnte, sondern er unterzog vor allem den Kirchenbau an Ort und Stelle einer sehr genauen Beobachtung, veranlasste naturwissenschaftliche Untersuchungen und legte die Erkenntnisse schließlich nicht nur im Text nieder, sondern machte sie in Plänen und Modellen anschaulich.

 

Es war also der originäre Wunsch des Fördervereins, die Ergebnisse dieser Forschungen kennenzulernen und sie zunächst einer größeren Runde von Fachleuten vorzustellen.

 

Dazu kam der Hinweis von Brigitte Kaelble, dass sie bei ihren wissenschaftlichen Forschungen im Museum Schnütgen und im Rheinischen Landesmuseum Bonn Relieffragmente eines Festbildzyklus aus St. Pantaleon entdeckt hatte, die sie in passendem Rahmen öffentlich machen wollte, wofür ein Kolloquium besonders geeignet war.

 

Die Historikerin Marianne Gechter konnte für die Sichtung und Überprüfung der Schriftquellen gewonnen werden. Gleichzeitig wurde ihr die Organisation des Kolloquiums anvertraut.

 

Ein weiterer Aspekt für das Kolloquium war der 90. Geburtstag von Fried Mühlberg am 6.Oktober 2005, der von 1969 bis 1978 Stadtkonservator in Köln war und zu dessen wissenschaftlichen Schwerpunkten die Erforschung von St. Pantaleon gehörte.

 

Zusammenfassend wurden in dem Kolloquium am 18. und 19. November 2005 folgende überwiegend neue Erkenntnisse zur Bau-und Ausstattungsgeschichte von St. Pantaleon vorgestellt:

 

• Zu der letzten Phase römischer Profanbebauung um 250/60 gehört ein Saal, dessen Orientierung und Breite prägend wird für alle nachfolgenden Kirchenbauten. Im Westen findet sich eine hölzerne Anlage mit Wasserbecken, in das Stufen hinab führen. Unter den Funden befinden sich eine vergoldete Riemenzunge und ein kostbarer Marmordiskus, beide mit Kreuzzeichen. In diesem Bau wird bereits ein christlicher Versammlungsraum, eine „domus ecclesiae“ gesehen.

 

• Nach 355 entsteht ein erster eigentlicher Kirchenbau, der von zahlreichen Gräbern umgeben ist.

 

• Dieser Bau wird in den folgenden Jahrhunderten erweitert. Vor dem Altar liegt jetzt eine kostbare, mit Marmor- und Porphyrplättchen eingelegte Platte, die in teilen noch erhalten ist.

 

• 866 wird die „ecclesia s- pantaleonis“ zum ersten Mal urkundlich erwähnt. Zu der Kirche gehört ein Hospital, das möglicherweise nach byzantinischem Vorbild organisiert ist.

 

• Im 9. Jahrhundert wird das erste Westwerk angebaut. Erstmals konnten Reste überaus qualitätvoller, bis jetzt unbekannter Skulpturen diesem Bau zugeordnet werden. Es handelt sich um die älteste bekannte Monumentalplastik aus Stein in der Karolingerzeit. Naturwissenschaftliche Untersuchungen bestätigen die karolingische Substanz im bestehenden Bau in großem Umfang.

 

• In einer zweiten karolingischen Phase wird die Kirche durch ein Baptisterium, dessen Bauplastik z.T. erhalten ist, und Atrien erweitert.

 

• Erzbischof Bruno von Köln, der Bruder Kaiser Ottos I., gründete hier ein Benediktinerkloster. Nach seinem Tod 966 wird die Kirche unter Abriss des karolingischen Westwerks nach Westen verlängert und mit einem neuen monumentalen, dreistöckigen Westwerk versehen. Bruno wird in einer ebenfall neu errichteten Krypta beigesetzt. Die verschollen geglaubte Grabplatte Brunos aus Elbagranit wurde im Zuge der Untersuchungen wiederentdeckt.

 

• Nach 980 veränderte Kaiserin Theophanu das Westwerk zu einem Memorialbau, in dem sie ihre letzte Ruhestätte findet. Möglicherweise wird gleichzeitig ein Frauenkonvent etabliert, der durch seine Gebete und Fürbitten das Seelenheil der Kaiserin fördern und ihr Andenken bewahren soll. Der Frauenkonvent wird zwischen 1136 und 1139 nach Königsdorf verlegt.

 

• Kaiserin Theophanu darf auch als die Initiatorin des Monumentalfigurenprogramms gelten, das am Westbau noch bis ins 17. Jahrhundert vorhanden war. Es konnte erstmals unter Berücksichtigung aller erhaltenen Teile neu und stringent rekonstruiert werden.

 

• Im 12. Jahrhundert erhält die Kirche erstmals Seitenschiffe und eine qualitätvolle romanische Ausstattung. Aufgrund der erhaltenen Architekturfragmente und der Reste im Chorbereich konnte die romanische Chorschranken- und Kryptenanlage mit dem Grab des Stifters Bruno rekonstruiert und die zugehörigen figürlichen Reliefs vorgestellt werden.

 

 

Alle Vorträge des Kolloqiums wurden publiziert in Colonia Romanica XXI, 2006.

 

Projekt abgeschlossen

Kölner Kirchen und ihre Ausstattung in Renaissance und Barock

Wissenschaftliche Bearbeitung der frühneuzeitlichen Ausstattung der Kölner Kirchen (1520/30-1800)

 

Erschienen sind drei Bände: Colonia Romanica XVI/ XVII, 2001/2002, Colonia Romanica XVIII/ XIX, 2003/2004 und Colonia Romanica XX, 2005

 

Die großenteils zerstörte Ausstattung aller Kölner Kirchen aus der Zeit der Renaissance und des Barock wird in diesem Inventar anhand von Quellen, Literatur und historischen Fotografien rekonstruiert. Der erste Band behandelt die Kirchen St. Achatius bis St. Georg, der zweite Band die Kirchen St. Gereon bis St. Mariae Himmelfahrt in der Kupfergasse, der dritte Band St. Mariae Himmelfahrt bis Vierzehn Nothelfer.

 

Redaktion: Margrit Jüsten-Hedtrich und Dr. Christoph Bellot

 

 

Projekt abgeschlossen

Die Publikation erfolgt in Colonia Romanica XXI, 2006, S. 163 - 183

 

Die romanische Chorschranke von St. Pantaleon

Dokumentation und Erforschung

wissenschaftliche Bearbeitung:

Dr. Dorothea Hochkirchen

Romanische Kirchen mobil

Seit Oktober 2016 sind Apps zu fünf der zwölf romanischen Kirchen Kölns abrufbar, und zwar für

St. Andreas,

St. Aposteln,

St. Gereon,

St. Maria im Kapitol und

St. Ursula

 

Näheres unter romanischekirchen.pausanio.de

oder scannen Sie diesen QR-Code:

 

 

 

Aktueller Hilfeaufruf!

Für unsere romanische Kirche St. Aposteln werden dringend Ehrenamtler gesucht, die bereit sind, an einem festen Tag oder von Zeit zu Zeit die Kirchenaufsicht zu übernehmen und damit den Besuchern den Zugang zu dieser Kirche zu ermöglichen.

 

Interessenten melden sich bitte bei Frau Ana Maria Preußer.

Tel. (0221) 891481