St. Ursula

St. Ursula  -  Ausstattung

Apostelzyklus

Mitte/zweites Drittel 13. Jahrhundert

Schiefer bemalt; H. ca. 94 cm, B. ca. 60 cm

Köln, St. Ursula, Schatzkammer Westempore

 

In der Schatzkammer befinden sich heute zehn von ursprünglich zwölf großformatigen bemalten Rechtecktafeln aus Schiefer, auf denen jeweils ein Apostel abgebildet ist. Diese werden ausgewiesen durch entsprechende Attribute und Namensbezeichnungen in den Rahmungen. Die Tafeln mit den Darstellungen von Petrus und Paulus fehlen.

Die Figuren sind mit faltenreichen, fülligen Gewändern, kammartigen Goldhöhen und einer geringen Farbgebung auf stoffbespannten Thronbänken vor blaugrünem Hintergrund dargestellt. Dabei überschneiden sie die Rahmung der einzelnen Tafeln, die bei je der Hälfte grün, bei der anderen rot ist.

Diese Anordnung der Figuren im Verhältnis zum Rahmen und die farbige Gestaltung von Rahmen und Hintergrund geben Anlass zum Vergleich der Aposteltafeln mit dem Figurenstil der Emailtafeln rheinischer Tragaltäre, wie dem aus Mönchengladbach oder dem Siegburger Mauritiustragaltar.

Vergleiche mit der Kölner Malerei in der Taufkapelle von St. Gereon und den Gewölbefresken in St. Maria Lyskirchen lassen einen Zusammenhang mit dem sogenannten gemäßigten Zackenstil erkennen. Demnach sind diese Tafeln um die Mitte oder im zweiten Drittel des 13. Jahrhundert entstanden.

Auf der Rückseite der Philippustafel befinden sich sowohl das Weihedatum des Kreuzaltars, 1224 (tatsächlich wohl erst 1225), als auch Angaben zu den im Altar eingelassenen Reliquien. Vermutet werden kann daraufhin, dass die Apostelplatten vorher in der Nähe des Altars angebracht waren und zu einer ehemaligen Schrankenanlage gehörten.

A.K.

St. Ursula, Ansicht von Südosten

Öffnungszeiten

 

Kirche und Goldene Kammer

Mo.-Sa.: 10.00 -12.00 Uhr

15.00 - 17.00 Uhr

Mi.: 10.00 - 12.00 Uhr

15.00 - 16.30 Uhr

So.: 15.00 -16.30 Uhr

 

Gruppen nach Absprache mit dem Pfarramt.

 

Ursulaplatz 30,

50668 Köln

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