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Baudaten

2. Hälfte des 1. Jahrhunderts n. Chr

Errichtung des Kapitolstempels nahe der Südostecke der römischen Stadt.

vor 717

Plektrudis (+ nach 717), die Gattin des merowingischen Hausmeiers Pippin des Mittleren von Heristal, gründet eine Eigenkirche in den Ruinen des Tempels. Möglicherweise ist hier bereits ein erster Frauenkonvent angeschlossen.

 

3. Viertel des 10. Jahrhunderts?

Erzbischof Bruno I. (reg. 953-965) versetzt hier lebende Kanoniker nach St. Andreas und gründet ein Benediktinerinnen-Kloster. Er hinterlässt dem Kloster 100 Pfund Silber zur Vollendung der Baumaßnahmen.

 

1040-1065

Neubau unter der aus dem ottonischen Herrscherhaus stammenden Äbtissin Ida (reg. 1015-1060);

1049: Weihe des Kreuzaltars durch Papst Leo IX. (reg. 1049-1054) 1065: Weihe der vollendeten Marienkirche durch Erzbischof Anno II. (reg. 1056-1075). Noch im 11. Jahrhundert Errichtung der Nordvorhalle in der Achse der Nordkonche.

12. Jahrhundert

Umwandlung des Nonnenklosters in ein adeliges Damenstift

 

um 1150

Erneuerung der Obergaden von Nord- und Südkonche, wahrscheinlich auch Einwölbung des Vierungsbereichs; Erneuerung der Außenwand des Umgangs der Ostkonche einschließlich des Kryptengeschosses; Errichtung der Vorhalle in der Achse der Südkonche . Im Westen wird der ohne Achsenbezug zur Kirche gelegene Kreuzgang unter Verwendung älterer Mauerzüge teilweise neu errichtet.

 

um 1175

Bau der oberen Partien der dreiteiligen Westturmgruppe

um 1200-1210

Erneuerung des Obergadens der Ostkonche; Verlängerung des östlichen Zwischenjoches nach Osten und Einwölbung mit einer Hängekuppel

um 1240

Einwölbung des Mittelschiffs

 

um 1310

Das Dreikönigen-Pförtchen als südliches Immunitätstor des Stiftsbezirks erhält seine gotische Gestalt.

um 1466

Johann Hardenrath und Sybilla Schlößgin lassen die Salvatorkapelle mit der Sängerempore im Joch vor der Kapelle errichten. Zu ihrer Stiftung zählt auch das Singmeister-Häuschen östlich der Südvorhalle.

1493

Im Norden Anbau der Hirtz-Kapelle.

 

um 1500

Sakristeianbau auf der Nordseite der Ostkonche

 

2. Hälfte des 15. bis frühes 16. Jahrhundert

Vergrößerung und Gotisierung der Fenster in den Seitenschiffen, den Konchenumgängen und in den Obergaden der Querkonchen; neue Glasgemälde werden gestiftet.

 

1525

Aufstellung des Renaissance-Lettners.

1637-1654

Wiederaufbau des eingestürzten Glockenturms im Westen in bescheidenerer Form und geringerer Höhe

 

1780

Die Seitentürme des Westbaus werden wegen Baufälligkeit auf ihre heutige Höhe abgetragen.

1802-1803

Aufhebung des Damenstifts, St. Maria im Kapitol wird von der Pfarre Klein St. Martin als Pfarrkirche übernommen.

 

1832-1834

Abbruch der Nordvorhalle und Wiederaufbau mit Küsterwohnung durch Johann Peter Weyer

 

1849

Abriss und Neuaufbau von West- und Nordflügel des Kreuzgangs als historisierende, mit Wohngeschossen überbaute Anlage durch den Architekten Joseph Felten

 

1859

Die Südvorhalle wird wegen Baufälligkeit abgerissen.

 

ab 1862

Restaurierungsarbeiten am Außenbau unter der Leitung von Heinrich Nagelschmidt , nach dessen Plänen 1868 auch der Wiederaufbau der Südvorhalle in den überlieferten Formen aus der Mitte des 12. Jahrhunderts. Südflügel des Kreuzgangs 1869 abgebrochen und rekonstruierend neu aufgeführt.

 

1866-1882

Historistische Neuausstattung

1909-1910

Instandsetzung der reduzierten Westturmgruppe durch Adolf Nöcker.

 

1936-1942

Statische Sicherung besonders der östlichen Teile bis 1939 (Einbau eines Zugankersystems) unter der Leitung von Wilhelm Schorn. Entwicklung eines (kriegsbedingt kaum mehr realisierten) Konzepts für eine Neugestaltung des Inneren im Geiste der Neuen Sachlichkeit, Änderung der spätgotischen Fenster in den Umgängen der Dreikonchenanlage in Rundbogenfenster.

 

1942-1945

Im Zweiten Weltkrieg erleidet St. Maria im Kapitol schwere Schäden durch Bombardements.

Einsturz der Nordkonche, Südkonche stark beschädigt, von den Vorhallen nur noch Mauerreste vorhanden, Einsturz des Mittelschiffgewölbes und des Südseitenschiffgewölbes, Obergaden beschädigt, Westturm bis auf den Sockel zerstört

1948

Einsturz der Ostkonche

1950

Im Nordseitenschiff wird eine Notkirche eingerichtet.

 

1952-1957

Aufbau der Westteile und Instandsetzung des Langhauses unter Willy Weyres und Wilhelm Hartmann. Gottesdienst in der Krypta, ab 1957 wieder im Langhaus. Die östliche Hälfte der Kirche bleibt Baustelle.

 

1955-1956

Gutachter-Wettbewerb zum Wiederaufbau der Ostteile: Vierung und Konchen. Alle "modernen" Lösungen werden schließlich verworfen und das Konzept eines konservativen, rekonstruktiven Nauaufbaus entwickelt.

 

1956-1984

Aufbau der Ostteile der Kirche und der Anbauten unter der Leitung von Willy Weyres, seit 1975 Hannsjosef Schäfer (Statik: Wilhelm Schorn , ab 1968 Otmar Schwab) in den Stilformen des 11. und 12. Jahrhunderts. 1981: Rückversetzung des aufwendig restaurierten Lettners.

Zum Weihnachtsgottesdienst am 24.12.1984 ist die Wiederherstellung des gesamten Kirchenraumes nach fast 40 Jahren nahezu abgeschlossen.

 

1991

Eine neue Orgel wird auf dem Lettner errichtet (Entwurf: Maria Schwarz).

 

 

Marienplatz 17-19

50676 Köln

Tel.: (0)221 - 214615

 

https://www.katholisch-in-koeln.de/ueber-uns/st-maria-im-kapitol/