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Madonnenfigur

Madonnenfigur

Jan van Rick (?),

frühes 18. Jahrhundert

Lindenholz, gefasst; Höhe 1,55 m

 

St. Georg, am nordöstlichen Vierungspfeiler

Die unterlebensgroße Madonnenfigur gehört nicht zur alten Ausstattung der Georgskirche. Sie stammt aus Habbelrath im Erftkreis. Vermutlich wurde die Skulptur von dem niederländischen (?) Künstler Jan van Rick im Auftrag des Zisterzienserklosters Bottenbroich geschnitzt, wo sie sich vorher befand. Van Rick war Schüler des Johann Franz van Helmont, einem der prominentesten Vertreter der Barockskulptur in Köln.

Maria ist dargestellt als Immaculata, als die unbefleckt empfangende Mutter Gottes. Dieser Bildtypus wurde seit dem Ende des 15. Jahrhundert entwickelt und war dann bis ins 18. Jahrhundert einer der am weitesten verbreiteten unter den Marienbildern.

Maria steht auf einer Wolkenbank und tritt mit dem Fuß auf den Kopf der Schlange als der Verkörperung des Bösen. In der Rechten hält sie ein Lilienszepter, die Linke legt sie in einer ergebenen Geste zur Brust. Das weiße Gewand mit goldenen Säumen ist in wehenden Bahnen großzügig drapiert, dabei aber kleinteilig gefältelt. Die zart gezeichneten Gesichtszüge Marias und die preziöse Gestik sowie die differenzierte Behandlung des Gewandes weisen die Figur als eine anspruchsvolle Arbeit des Spätbarock aus.

Diözesanzentrum für Menschen

mit Hörbehinderung

Am Waidmarkt / Ecke Georgstraße

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Tel.: (0)221 - 888813-0

 

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